Erben der Drachenburg

Geschichten aus Golarion, Astani und Faerun

Triaxus, der Wanderer

| 14 Kommentare

 

Die „Tanzende Hütte der Baba Jaga“ hat die Helden nun zu einem neuen Zielort gebracht und zwar auf den Planeten Triaxus. Hier sind ein paar Infos zu dem 8. Planeten im Sonnensystem.

Gewissermaßen handelt es sich bei Triaxus um zwei Welten. Aufgrund seiner extrem sonderbaren Umlaufbahn wird Triaxus auch als „der Wanderer“ bezeichnet. Seine Entfernung zur Sonne verändert sich gravierend, während er seinem langsamen Pfad durchs All folgt. An seinem vom Zentrum des Systems entferntesten Punkt hinter den großen Gasriesen ist die Sonne nicht mehr als ein kleiner heller Fleck am Himmel und der Planet ist von Gletschern und ausgedehnten Schneefeldern bedeckt. Befindet sich Triaxus an seinem der Sonne am nächsten gelegenen Punkt, ist er dieser sogar noch näher als der dampfende Planet Castrovel. Das macht ihn zu einer Welt voll blühender Wälder, strömender Flüsse und fruchtbarer Erde. Aufgrund dieser extremen jahreszeitlichen Wechsel besitzt Triaxus zwei individuelle Ökosysteme, von denen jedes sich verändert oder schläft, wenn das andere an der Reihe ist.

Während des triaxischen Winters verbergen sich die zivilisierten Völker des Planeten in Festungen und Städten, die aus Eis und Stein gehauen wurden. Sie jagen riesige, pelzige Insekten und die furchterregenden Schneevögel der Ebenen, während sie bleiche Pilze und Schneemoos zur Wärmegewinnung verbrennen. Die Ozeane frieren teilweise zu und die Meerengen werden zu Eisbrücken, die Inseln und Landengen miteinander verbinden. Dies sind harte Zeiten für jedermann und die Persönlichkeiten der Bewohner reflektieren dies. Sie sind barsch, jedoch ehrenhaft und zuallererst mit dem Überleben und dem Komfort der eigenen Familien beschäftigt. Sie schließen nur zögerlich Freundschaften, doch sie sind bereit bis zum Tode zu kämpfen wenn es gilt, ein Versprechen einzuhalten.

Im Frühling schmelzen die Gletscher auf Triaxus und verursachen große Monsune. Danach verlassen die glücklichen Generationen, die als Sommergeborene bekannt sind, ihre robusten Festungen um frei und ungezwungen in den Wäldern und Dschungeln zu leben, die über Nacht gewachsen sind. Eine einzige Umlaufbahn von Triaxus beträgt 317 Jahre, während die Angehörigen seiner humanoiden Völker selten älter als 80 Jahre werden. Daher ist der Herbst üblicherweise eine Zeit der Rebellion von Uneinsichtigen, die nicht verstehen, warum sie mühevoll Vorbereitungen für eine Jahreszeit des Elends treffen sollen, die sie doch nur aus Legenden kennen und noch nicht mal selbst erleben werden.

Das auf Triaxus am häufigsten vorkommende Volk ähnelt den Menschen in vielerlei Weise. Der größte Unterschied besteht in den periodischen Veränderungen in der triaxianischen Physiologie, die an die Jahreszeiten gebunden sind. Viele Kreaturen auf Triaxus fallen in einen Winterschlaf oder legen Eier, die in der Lage sind, jedwede Jahreszeit zu überstehen. Die Triaxianer aber haben sich so entwickelt, dass sie sich an die Umlaufbahn des Planeten anpassen. Im Sommer geborene Individuen neigen zu dunkler Haut und relativ wenig Haar, so dass sie die Hitze besser regulieren und sich gegen die schädliche Sonneneinstrahlung schützen können. Ihre Kinder und Enkelkinder werden unvermeidlich mit zunehmend hellerer Haut und mehr Haaren geboren. Innerhalb weniger Generationen sind die Körper der Wintergeborenen mit einem feinen, weißen Pelz bedeckt. Ihre Augen haben sich verengt und in die Länge gezogen, damit sie vor Schneeblindheit geschützt sind. Seltsamerweise scheint sich dieser Fortpflanzungsprozess an die Umweltbedingungen anzupassen, jedoch nicht von ihnen abzuhängen. Triaxianer, die auf anderen Welten aufwachsen, setzen diesen mehrere Hundert Jahre dauernden Zyklus fort.

Auf den ersten Blick erscheint es klar, dass alles auf Triaxus sich so entwickelt hat, dass es zu dem ausgefallenen Orbit mit langen Jahreszeiten passt. Das wahre Wunder scheint jedoch die Umlaufbahn selbst zu sein. Berücksichtigt man die lange Route, die der Planet vom inneren System bis jenseits der Gasriesen zurücklegen muss, müsste sein Orbit konventionellen Naturgesetzen nach in Dekaden statt in Jahrhunderten zu messen sein. Verglichen mit anderen Planeten, deren orbitale Geschwindigkeit zu ihrem Abstand zur Sonne passt, scheint Triaxus sich extrem langsam zu bewegen. Der Grund dafür bleibt ein Rätsel. Allerdings haben Gelehrte verschiedene Theorien und Thesen aufgestellt, z. B. eine temporale Anomalie, die den Planeten wie eine Blase umgibt. Oder sie nehmen an, dass sich im Zentrum des Planeten eine magische Maschine oder ein Portal befindet.

Für die Eingeborenen dieser Welt hat dies keinerlei Bedeutung : Triaxus ist einfach Triaxus. Sowohl die Sommer- als auch die Wintergeborenen sind viel zu sehr damit beschäftigt, das Beste aus ihrer Umwelt zu machen, um sich allzu sehr damit auseinanderzusetzen, wessen göttliche oder sterbliche Hand sie ihre Welt geformt haben mag.

14 Kommentare

  1. Das ich als Prestigeklasse den „Weltenwanderer“ angenommen hatte, lag daran, dass wir laut „Spielerleitfaden“ ja sehen sollten, uns auf die Kälte „vorzubereiten“.
    Das das „Welten wandern“ aber solche Ausmaße annehmen würde, hätte ich nicht gedacht!

  2. Jepp…das stimmt schon, die Prestigeklasse „Weltenwanderer“ passt schon ziemlich gut auf dieses Abenteuer und das nicht nur wegen des überaus passenden Namens ! 🙂
    Aber weißt Du was das Schönste daran ist, Poter ?!
    Dies hier ist erst das 4. Abenteuer / Buch der Winterkönigin und daher könnte es durchaus möglich sein, dass Euch die Hütte im nächsten Abenteuer schon wieder irgendwo anders hin „verschleppt“ ?!
    Aber wer weiß das schon…wer weiß das schon ?!?! 😀

  3. Nette Geschichte mit den Sommergeborenen. Leider werden wir keinen zu Gesicht bekommen, weil….richtig Winter ist. Also kriegen wir die langen mit den zusammengekniffenen Augen, die barsch sind und sich selten anfreunden weißen Pelz haben und … Eier legen. Super! Danke Baba Jaga.
    Aber es gibt ja noch zwei Abenteuer.
    #Wann wird´s mal wieder richtig Sommer…#

  4. 😀
    Alsooooo…das mit Eier legen betrifft nicht die Triaxianer sondern die anderen Kreaturen auf diesem Planeten ! 😉
    Und so barsch und unfreundlich war doch Eure erste Begegnung mit Bescaylie und ihrem Drachen nicht…okay…es hätte durchaus auch anders laufen können, nämlich wenn ihr evtl die Waffen gezogen und / oder einen Zauber gewirkt hättet, was durchaus hätte passieren können in Betracht dessen, das der Drache ja nun mal rot ist.
    Aber so war das doch ganz in Ordnung, oder ?! 🙂

  5. Zum Glück ist es nun gar nicht mehr so lange hin bis wir uns endlich wiedersehen und Ihr die Spur von Baba Jaga weiter verfolgen könnt…in etwas mehr als drei Wochen treffen wir uns wieder und dann hoffentlich mit vollem Orchester !!!
    Freue mich schon total auf das WE und lese schon seit Tagen das Abenteuer und gucke mir die dazugehörigen Begegnungen / Monster an…so langsam geht’s ans Eingemachte und die Gegner werden echt krass !!

    • Ja so ist das mit den Monstern, sie werden auch größer 🙂
      Aber mein druide und sternchen machen mir auch angst, die sind nicht schlecht 🙂

      Wobei mein Mönch Alron Stufe 13 bei Poter mit Rüstklasse 47 schon mega krass ist 🙂 der sollte verboten werden 🙂

  6. Hmmm…ne Rüstklasse von 47 ?!
    Das hat ja noch nicht mal ein wahrer (richtiger) Drache !!!
    Aber Deine Charakter hatten ja schon immer eine Vorliebe für hohe Rüstklassen, nech ? 😉
    Naja…solche Rüstklassen kommen hier in dem Abenteuer (bis jetzt) noch nicht vor und ich hoffe, dass das auch so bleibt ? Ist doch bestimmt auch ziemlich langweilig wenn man so gut wie nie getroffen wird, oder ?! 🙂

  7. Ach Kai Drachen werden echt über bewertet… Der letzte Drache in der kadaverkrone hat 2 Kampf runden gehalten. Das war ein Endgegner. Sven hat in einfach so weggeschuppt. Ohne ein müdes Lächeln.

    Vor langer Zeit als ich Co Meister bei poter war habt ihr einen unsichtbaren heftigen Schatten Drachen auch im vorbei laufen getötet genauso wie einen Balor.
    Drachen sind dumme Kämpfer mit Odem weiter nix.
    Es gibt viel gefährlichere Gegner als Drachen.

    • ich erinnere mich noch an solch komische Skelette, die den Mönch in einer Runde so platt gemacht haben, dass er umfiel (bzw. von der hochgekletterten Steilwand stürzte) und stabilisiert werden musste bevor er dem Tod nahe kam …

      übrigens fast das einzige Mal, wo man den Mönch hat bluten sehen 😉

  8. Das stimmt schon…es lauern viel gefährlichere Gegner als so ein „schnöder und langweiliger“ Drache auf Euch…wird schon „lecker“ werden, soviel sei gesagt ! 😉
    Konnte nur bislang leider noch keinen Landhai für Stefan sehen…aber was nicht ist, kann ja noch werden ?!?! 😀

  9. Und was den untoten Schattendrachen betrifft, Cypa…ich weiß genau wovon Du da sprichst, ich war ja „live“ dabei !!! 😉
    Zu dieser Situation muss aber auch gesagt werden, das da bei uns (bzw Stefans Hexenmeister) aber auch wirklich ALLES gepasst und geklappt hat…übrigens genau wie bei dem Balor !! Ansonsten hätten die uns definitiv platt gemacht oder zumindest in „arge Bedrängnis“ gebracht ?!
    Aber so soll es ja eigentlich auch laufen, nech ? Die Helden vor schwere Aufgaben stellen und Ressourcen verbrauchen lassen…

  10. Wenn schlagen nicht hilft, entweder Flächenschaden oder vergiften.

Schreibe einen Kommentar