Erben der Drachenburg

Geschichten aus Golarion, Astani und Faerun

Triaxus, der Wanderer

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Die „Tanzende Hütte der Baba Jaga“ hat die Helden nun zu einem neuen Zielort gebracht und zwar auf den Planeten Triaxus. Hier sind ein paar Infos zu dem 8. Planeten im Sonnensystem.

Gewissermaßen handelt es sich bei Triaxus um zwei Welten. Aufgrund seiner extrem sonderbaren Umlaufbahn wird Triaxus auch als „der Wanderer“ bezeichnet. Seine Entfernung zur Sonne verändert sich gravierend, während er seinem langsamen Pfad durchs All folgt. An seinem vom Zentrum des Systems entferntesten Punkt hinter den großen Gasriesen ist die Sonne nicht mehr als ein kleiner heller Fleck am Himmel und der Planet ist von Gletschern und ausgedehnten Schneefeldern bedeckt. Befindet sich Triaxus an seinem der Sonne am nächsten gelegenen Punkt, ist er dieser sogar noch näher als der dampfende Planet Castrovel. Das macht ihn zu einer Welt voll blühender Wälder, strömender Flüsse und fruchtbarer Erde. Aufgrund dieser extremen jahreszeitlichen Wechsel besitzt Triaxus zwei individuelle Ökosysteme, von denen jedes sich verändert oder schläft, wenn das andere an der Reihe ist.

Während des triaxischen Winters verbergen sich die zivilisierten Völker des Planeten in Festungen und Städten, die aus Eis und Stein gehauen wurden. Sie jagen riesige, pelzige Insekten und die furchterregenden Schneevögel der Ebenen, während sie bleiche Pilze und Schneemoos zur Wärmegewinnung verbrennen. Die Ozeane frieren teilweise zu und die Meerengen werden zu Eisbrücken, die Inseln und Landengen miteinander verbinden. Dies sind harte Zeiten für jedermann und die Persönlichkeiten der Bewohner reflektieren dies. Sie sind barsch, jedoch ehrenhaft und zuallererst mit dem Überleben und dem Komfort der eigenen Familien beschäftigt. Sie schließen nur zögerlich Freundschaften, doch sie sind bereit bis zum Tode zu kämpfen wenn es gilt, ein Versprechen einzuhalten.

Im Frühling schmelzen die Gletscher auf Triaxus und verursachen große Monsune. Danach verlassen die glücklichen Generationen, die als Sommergeborene bekannt sind, ihre robusten Festungen um frei und ungezwungen in den Wäldern und Dschungeln zu leben, die über Nacht gewachsen sind. Eine einzige Umlaufbahn von Triaxus beträgt 317 Jahre, während die Angehörigen seiner humanoiden Völker selten älter als 80 Jahre werden. Daher ist der Herbst üblicherweise eine Zeit der Rebellion von Uneinsichtigen, die nicht verstehen, warum sie mühevoll Vorbereitungen für eine Jahreszeit des Elends treffen sollen, die sie doch nur aus Legenden kennen und noch nicht mal selbst erleben werden.

Das auf Triaxus am häufigsten vorkommende Volk ähnelt den Menschen in vielerlei Weise. Der größte Unterschied besteht in den periodischen Veränderungen in der triaxianischen Physiologie, die an die Jahreszeiten gebunden sind. Viele Kreaturen auf Triaxus fallen in einen Winterschlaf oder legen Eier, die in der Lage sind, jedwede Jahreszeit zu überstehen. Die Triaxianer aber haben sich so entwickelt, dass sie sich an die Umlaufbahn des Planeten anpassen. Im Sommer geborene Individuen neigen zu dunkler Haut und relativ wenig Haar, so dass sie die Hitze besser regulieren und sich gegen die schädliche Sonneneinstrahlung schützen können. Ihre Kinder und Enkelkinder werden unvermeidlich mit zunehmend hellerer Haut und mehr Haaren geboren. Innerhalb weniger Generationen sind die Körper der Wintergeborenen mit einem feinen, weißen Pelz bedeckt. Ihre Augen haben sich verengt und in die Länge gezogen, damit sie vor Schneeblindheit geschützt sind. Seltsamerweise scheint sich dieser Fortpflanzungsprozess an die Umweltbedingungen anzupassen, jedoch nicht von ihnen abzuhängen. Triaxianer, die auf anderen Welten aufwachsen, setzen diesen mehrere Hundert Jahre dauernden Zyklus fort.

Auf den ersten Blick erscheint es klar, dass alles auf Triaxus sich so entwickelt hat, dass es zu dem ausgefallenen Orbit mit langen Jahreszeiten passt. Das wahre Wunder scheint jedoch die Umlaufbahn selbst zu sein. Berücksichtigt man die lange Route, die der Planet vom inneren System bis jenseits der Gasriesen zurücklegen muss, müsste sein Orbit konventionellen Naturgesetzen nach in Dekaden statt in Jahrhunderten zu messen sein. Verglichen mit anderen Planeten, deren orbitale Geschwindigkeit zu ihrem Abstand zur Sonne passt, scheint Triaxus sich extrem langsam zu bewegen. Der Grund dafür bleibt ein Rätsel. Allerdings haben Gelehrte verschiedene Theorien und Thesen aufgestellt, z. B. eine temporale Anomalie, die den Planeten wie eine Blase umgibt. Oder sie nehmen an, dass sich im Zentrum des Planeten eine magische Maschine oder ein Portal befindet.

Für die Eingeborenen dieser Welt hat dies keinerlei Bedeutung : Triaxus ist einfach Triaxus. Sowohl die Sommer- als auch die Wintergeborenen sind viel zu sehr damit beschäftigt, das Beste aus ihrer Umwelt zu machen, um sich allzu sehr damit auseinanderzusetzen, wessen göttliche oder sterbliche Hand sie ihre Welt geformt haben mag.

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