Erben der Drachenburg

Geschichten aus Golarion, Astani und Faerun

Gesinnungsdiskussionen

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Hi Leute,

die Diskussion über Gesinnungen und darüber was als „gute“ oder „böse“ Handlung zählen mag ging ja hoch her am Wochenende. Ich dachte schon zwischenzeitlich ihr geht euch an die Gurgel… :o) Wir haben dieses Thema ja auch hier auf dem Blog schon mal lang und breit diskutiert, erinnert ihr euch? Ich als Spielleiter möchte darum an dieser Stelle noch mal meine Meinung und meinen Rat kundtun.

Ich pflichte in Bezug auf die Verwendung der Zauber der Domäne Böses insofern der Argumentation von Aberno de Calendra bei, als dass das den Pfand zur dunklen Seite der Macht ebnet und kann verstehen, dass die im Mittel gute Gruppe derartige Handlungen verurteilt. Aber damit sind wir erstmal bei der Handlung, nicht bei dem Charakter. Wenn Alvtas Vaner sich zu sehr auf die Kräfte des reinen Bösen verlässt, sei es für persönlichen Nutzen oder um seinen Kameraden zu helfen, wird das seinen Weg auf die gute Seite nicht erleichtern.
Es ist an euch, seinen Freunden und Bekannten (zumindest den netten), ihm andere Wege aufzuzeigen und Ihn zu unterstützen eine andere Haltung zur Welt einzunehmen. Der derzeit eingeschlagene Weg ist dabei sicherlich nicht hilfreich. Gute Handlungen lassen sich nicht erzwingen denn sie verlangen persönliche Opfer, die aus eigener Bereitwilligkeit erbracht werden müssen. Jemanden in diese Richtung zu zwingen kann schnell den gegenteiligen Effekt auslösen. Alvtas Vaner ist ein rechtschaffener Charakter, dem man vollstes Vertrauen entgegenbringen kann. Die Tatsache dass ihm eine böse Macht seine Kräfte verleiht kann euch natürlich verunsichern, doch solltet Ihr ihn nicht gleich verbannen oder verbrennen. Fragt euch lieber, wie es sein kann dass Zon-Kuthon und Iomedae die gleichen Ziele haben können. Ist doch auch eine interessante Frage, oder?

Wie viele gute Geschichten kennt ihr, also ich mehrere, in denen Charaktere deutlich unterschiedlicherer Gesinnungen also in eurer Gruppe, gemeinsam jeder mit seinen Mitteln auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten? Nach dem Abschluss einer gemeinsamen Geschichte können sich ja auch die Wege trennen, wenn die Beteiligten zu unterschiedlich sind. Spricht nichts dagegen. Aber vergesst nicht, dass ihr ein gemeinsames Ziel habt und auch nicht, dass ihr alle geschätzte Mitglieder des Bundes von Westkrone seid. Eine rebellische Organisation braucht den Spion und den Heler genau so sehr wie die strahlenden Figuren in der ersten Reihe. Der Führer eurer Gruppe, Arael, hat sich damit arrangiert und der Bund besteht nicht nur aus XG Mitgliedern. Schlagt ihr deswegen pauschal ihre Hilfe aus?

Ich fand die „in Game“ Diskussion sehr gut, wenn auch zu lang, und das oben geschriebene soll nicht so klingen, also solltet ihr nicht unterschiedlicher Meinung sein. Das macht eine gemischte Gruppe ja aus. Wie schlimm wäre es, wenn alle NG wären? Fürchterlich. 🙂 Die mit dem N am Anfang sind übrigens eher die Verständnisvollen. Die mit dem R sind die Extremisten.

Ich hätt jetzt zwar noch mehr zu sagen, aber das kann ja vielleicht in den Kommentaren noch kommen, sollte eine Diskussion aufblühen.

Horrido!

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