Erben der Drachenburg

Geschichten aus Golarion, Astani und Faerun

Der Schrecken der christlichen Seefahrt

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Der Gesuchte wurde um 1467 in Mytilene auf Lesbos als Sohn eines türkischen Soldaten und seiner griechischen Frau geboren. Über seine Kindheit und die seines Bruders ist nicht viel bekannt. Als osmanischer Korsar operierte er hauptsächlich im westlichen Mittelmeer, wo er unter den christlichen Seeleuten Angst und Schrecken verbreitete

Zusammen mit seinem Bruder eroberte er 1515 Algerien und wurde nach dessen Tod 1518 dessen Nachfolger als Bey von Algier (1518-1546). Die Ermordung seines Bruders durch die Christen erklärt auch den Hass des Gesuchten auf die christliche Religion.

Als Bey von Algier erkannte er die Oberhoheit der Osmanen an und wurde dafür von Sultan Süleyman I. „dem Prächtigen“ zum Pascha ernannt.

1529 vertrieb er mit osmanischer Militärhilfe die Spanier aus Bône und Constantine. Süleyman ernannte ihn dank seiner erfolgreichen Raubzüge 1533 zum Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeerflotte. Ein Jahr darauf eroberte er Tunis, musste die Stadt jedoch nach einer verlorenen Seeschlacht gegen Andrea Doria, den Dogen von Genua, 1534 wieder räumen. Von Algier aus setzte er seine Raubzüge im Mittelmeer weiter fort.

Mit seinem Sieg gegen die Heilige Liga in der Seeschlacht von Prevesa festigte er 1538 die osmanische Seeherrschaft im Mittelmeer. 1541 wehrte er einen spanischen Angriff Karls V. auf Algier ab. 1542 und 1543 operierte er als Verbündeter Frankreichs vor der Küste der Provence und belagerte Nizza.

Am 4. Juli 1546 starb der „Schrecken der christlichen Seefahrt“ in Istanbul. Er trägt denselben Namenszusatz wie ein bekannter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Wer war´s?

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