Erben der Drachenburg

Geschichten aus Golarion, Astani und Faerun

Rätsel für den Meister

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Hey ihr alten Recken. Habe gehört, dass ihr euch schon langweilt ohne mich. Wir sehen uns bald wieder. Ach und Haldir,  Sorry wegen des Spiegels.

Löst das ohne Wiki:

Ich komme ganz schön herum in der Sagenwelt zwischen germanischer Urzeit und Mittelalter, zwischen archetypischen Felsenschlünden und Bayreuths Grünem Hügel. Mal bin ich ein missgünstiger, der Liebe abschwörender Finsterling, dann ein zaubernder Elfenherrscher oder auch – ein Hecht! Tatsächlich verkleide ich mich in der nordischen Sage als dieser Raubfisch. Und dort tauche ich auch schon als Herr eines gewaltigen Goldschatzes auf und eines machtvollen Rings. Die Fischgestalt war aber keine so gute Idee, denn sie erlaubt es dem gerissenen Gott Loki, mich gefangen zu nehmen und mir dann meine Schätze abzupressen.

Dasselbe passiert mir dann auch in Wagners Oper. Dort bin ich dank meiner Schätze und der Magie meines Ringes zum Herrscher meines Volkes aufgestiegen – die sind übrigens die ursprünglichen Nibelungen; die Übertragung auf das Königsgeschlecht der Burgunder ist eine Variante der Dichter des Mittelalters. Die Macht von Gold und Ring-Zauberkraft möchte ich zur Beherrschung der gesamten Welt nutzen (J. R. R. Tolkiens Sauron lässt grüßen!), doch dann trickst mich Loki gemeinsam mit Wotan aus. Sie haben aber nicht meine übernatürliche Fähigkeiten bedacht, mit denen ich den Schatz und allen nachfolgenden Besitzern Übles an den Hals wünsche: „Er soll zwei Brüdern des Tod und acht Fürsten Fehde bringen und niemandem von Nutzen sein!“, lautet mein Fluch in den altnordischen Fassung. Nun, Sie wissen ja, was daraus geworden ist!

Sie werden es mir aber nicht verdenken, wenn ich Ihnen gestehe, dass mir meine Rolle im „Sommernachtstraum“ sehr viel sympathischer ist…

Haben Sie mich erkannt?

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